Lindy Hop ist einer der Swing-Tanzstile schlechthin. Inspiriert von afrikanischen Rhythmen und europäischen Melodien steht er für Lebensfreude trotz größter Schwierigkeiten. Zunächst vornehmend von der afroamerikanischen Bevölkerung getanzt, mauserte er sich in den 1930er Jahren zum herkunftsübergreifenden Mainstream-Phänomen. Ermöglicht wurde dieser Trend von der enorm lebhaften Entwicklung des Jazz seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts.
Durch das Engagement einiger europäischer und amerikanischer Tänzer*innen erlebt der Lindy Hop seit den frühen 1980er Jahren eine Renaissance. Mit dem Ziel, den in Vergessenheit geratenen Tanzstil für die Nachwelt zu retten, wurden Dance Camps gegründet, auf denen die nunmehr betagten Tanz-Idole der 1930er und 1940er die jüngeren Generationen unterrichteten. Heute gibt es vielerorts Möglichkeiten, Lindy Hop zu lernen - so auch beim Hochschulsport Hannover!
Allgemeine Hinweise und Tipps
Anhand der Kursbeschreibungen unten könnt ihr herausfinden, welcher Kurs am besten zu euch passt. Die Kurse sind so konzipiert, dass ihr innerhalb eines Levels mindestens einmal den Kurs im Semester und auch während der Semesterferien besuchen solltet, um möglichst viel aus einem Level mitzunehmen. Darüber hinaus könnt ihr natürlich alle Kurse mehrfach belegen, da es sich immer lohnt, die Basics zu wiederholen und zu vertiefen.
Da die Lerninhalte aufbauend vermittelt werden, wünschen wir uns eine regelmäßige Teilnahme. Im Lindy Hop sind ständige Wechsel der Tanzpartner*innen an der Tagesordnung, weil dies schnellere Lernerfolge zeitigt und euch besser auf Social Dances mit neuen Partner*innen vorbereitet. Deshalb ist es auch egal, ob ihr euch allein oder im Paar anmeldet.
Wir versuchen, auf ein ausgewogenes Leader/Follower-Verhältnis zu achten. Falls mal eine Rolle überbesetzt ist, überlegt euch doch, ob ihr euch auch mit der jeweils anderen Tanzrolle anfreunden könnt. Die Leader- und Follower-Rollen orientieren sich im Lindy Hop nicht an der Geschlechtsidentifikation der Tänzer:innen. Benutzt zum Tanzen bitte saubere Schuhe mit einer hellen und idealerweise glatten Sohle.
Level 1 (L1)
Der L1-Kurs richtet sich an Neueinsteiger:innen und alle, die bereits einen L1-Kurs im Semester bzw. den Semesterferien absolviert haben. Wir werden uns den Basics widmen und neue Bewegungen erkunden. Jede:r kann Leading und Following ausprobieren und lernen. Vom Bounce und der typischen Lindy Hop-Tanzhaltung bis hin zur Verbindung mit den Partner:innen bringen wir euch alle grundlegenden Elemente des Tanzes bei, damit ihr euch zeitnah auf Social Dances wagen könnt.
Level 2 (L2)
Du tanzt seit mindestens sechs Monaten Lindy Hop und besuchst auf regelmäßiger Basis einen Lindy Hop-Kurs. Auch an dem ein oder anderen Social Dance hast du bereits teilgenommen. Du beherrschst die Basics wie Triple Step und Groove Walk sowie Figuren wie Change Place und Tuck Turn. Vielleicht hast du dich auch schon mal am Circle, der Promenade und dem Swing Out versucht. Diese Sachen möchtest du auf jeden Fall lernen bzw, noch festigen und auch den Lindy Charleston kennenlernen? Dann bist du im L2 Kurs genau richtig!
Level 3 (L3)
Du tanzt seit mindestens einem Jahr Lindy Hop, besuchst wöchentlich einen Lindy Hop-Kurs und nimmst regelmäßig an Social Dances in deiner Szene oder außerhalb teil. Du warst schon mal auf einem Lindy Hop-Workshop außerhalb des Hochschulsports. Dir sind die grundlegenden Konzepte und Techniken des Führens und/oder Folgens gut bekannt. Guter Frame und gute Connection sind keine Fremdworte für dich. Du beherrschst die Grundschritte (Triple Step, Groove Walk, Lindy Charleston) sowie grundlegende Figuren wie den Send Out, Tuck Turn und den Swing Out. Du hast Lust, dein Technik- und Figurenrepertoire zu erweitern und willst lernen, deinen Tanz flüssiger, rhythmischer und spielerischer zu gestalten, unter anderem durch Improvisationselemente.
Für die Lindy-Hop-Kurse können sich alle sowohl allein als auch zu zweit anmelden. - Personen, die nicht hochschulangehörig sind, wählen die Kategorie "Externe*r".
Teilnahmevoraussetzung: Semesterkarte oder FitCard